Die kirchliche Trauung

Mit Gottes Segen 

Vielen Paaren ist es ein Bedürfnis, zusätzlich zur standesamtlichen Eheschließung, auch den Segen Gottes für ihren gemeinsamen Lebensweg zu empfangen. Sie haben sich füreinander entschieden, wissen aber, dass nicht jeder Schritt des Lebens in den eigenen Händen liegt, sondern von einer höheren Hand mit begleitet und getragen wird: von Gottes Liebe. 

In diesem Vertrauen treten sie vor den Altar, um sich vor Gott und der Gemeinde in der Öffentlichkeit einanderzu versprechen. Sie wissen sich damit auch getragen von all den vertrauten Menschen, die zum Fest gekommen sind und Zeugen werden der Eheschließung. 
 

Der Segen Gottes soll das Paar ermutigen, darauf zu vertrauen, dass Gott sie durch ihr gemeinsames Leben tragen wird und ihr Lebensbund so auch in Krisen, in Höhen wie in Tiefen gehalten ist in der Hand Gottes. Im Gottesdienst kommen ermutigende Worte der Bibel zur Sprache. In einer Ansprache des Pfarrers wird in der Regel der biblische Trauspruch mit dem Leben, den Sorgen und Hoffnungen des Brautpaares verknüpft und der Hoffnungsweg in die Zukunft beschrieben. So versprechen sich die Eheleute im Vertrauen auf das Gelingen ihrer Ehe: „Ich will dich lieben und ehren, Freude und Leid mit dir teilen und dir die Treue halten, bis der Tod uns scheidet.“ Und der Pfarrer erbittet gemeinsam mit der Gemeinde den Segen Gottes für das Paar. Gesang, Trompetenmusik oder andere musikalische Beiträge, die oft die Angehörigen organisieren, können die Feierlichkeit der einzelnen Momente des Gottesdienstes unterstützen und bereichern. So können individuelle Wünsche in die Planung und Vorbereitung des Gottesdienstes einfließen. 

Dazu wird einige Wochen vor dem Traugottesdienst ein Traugespräch mit dem Pfarrer geführt. Dabei lernen Pfarrer und Brautpaar einander kennen, besprechen den Ablauf des Gottesdienstes, suchen Lieder aus und tauschen sich darüber aus, was eine kirchliche Trauung in der heutigen Zeit bedeuten kann. Es geht da um die spirituelle Seite der Ehe und des gemeinsamen Lebens. Ja – und dann kann es losgehen und der Tag kann kommen, in dem Braut und Bräutigam unter Glockengeläut sich der Kirche nähern und beim Orgelspiel in die Kirche einziehen – ein hoffentlich unvergesslicher Moment im Leben und der Traugottesdienst eine gute und segensreiche Stütze für das gemeinsame Leben!                               

Pfarrer Christian Röhling